Aktualisiert 08.05.2012

HARMONIKAFREUNDE FEUERBACH e.V.

Mitglied im Deutschen Harmonikaverband

Gegründet 1937

 

Am Samstag, 01.10.2011 war es wieder einmal soweit: ein mehrtägiger Vereinsausflug der Harmonikafreunde Feuerbach e.V. (HFF) stand auf dem Programm. 27 HFF’ler und 2 Mundharmonikaspieler vom Akkordeon-Orchester Rommelshausen trafen sich am Sportpark Feuerbach. Pünktlich um 8:00 Uhr ging es los in Richtung Sächsisches Vogtland. Während der Fahrt wurde zum Zeitvertreib wieder obligatorisch „Bingo“ gespielt. Das Spiel selber wie auch die Preisverleihung war eine schöne und lustige Unterhaltung.

Zum Mittagessen waren wir dann bei strahlendem Sonnenschein an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Mödlareuth im Restaurant „Grenzgänger“. Nachdem sich alle gestärkt hatten, war noch genug Zeit um das Grenzmuseum zur Geschichte der deutschen Teilung gegenüber zu besichtigen. Auf dem Freigelände steht noch ein Rest einer 700 m langen Betonsperrmauer, die 23 Jahre lang das Dorf teilte. Das kuriose an diesem Ort ist, dass nach der Wiedervereinigung 1990 verwaltungstechnisch die eine Hälfte des Ortes zum Freistaat Bayern und die andere Hälfte zum Freistaat Thüringen gehört. Dies fällt auch schon daran auf, dass der Ort mit nunmehr 56 Einwohner 2 verschiedene Telefon-Vorwahlen, 2 Rathäuser sowie 2 Postboten hat. Neben dem Geschichts-Lehrpfad gibt es auch u.a. eine Fahrzeugausstellung, die über 30 historische Fahrzeuge zeigt. Angetan waren vor allem die Kinder von dem guten alten Polizei-Trabbi.
Nachmittags stand noch der Besuch des Harmonikamuseums in Zwota auf dem Programm. Hier konnten wir eine eindrucksvolle Sammlung von historischen und neuzeitlichen Zungeninstrumenten bewundern. Über 1000 Instrumente zeigt das Zwotaer Museum. Unter den Exponaten befinden sich Mundharmonikas, diatonische Handharmonikas, Konzertinas aus dem 19. Jahrhundert, Instrumente der Bandonionfabrik „Arnold“ sowie Akkordeons in verschiedenen Ausführungen der ehemaligen Klingenthaler Harmonikawerke. Bei der Führung waren wir alle von der Vielfalt und der Schönheit der Instrumente und ihrer Geschichte beeindruckt. Eine Klangprobe eines alten Keybords gab uns Andreas Krebs.

Im Anschluss daran ging es dann zum schönen Waldhotel Klingenthal. Nach der Zimmerverteilung trafen wir uns
1 Stunde später im Wintergarten des Hotels zum Abendessen. Es erwartete uns ein leckeres 3-Gang Menü. Der Abend klang dann – natürlich mit schöner Akkordeonmusik gespielt von unserem Walter Krebs und vielen gesungenen Lieder und Schlager – gemütlich aus.

Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück führte uns der zweite Tag nach Tschechien, wo wir in Karlsbad zu einer Stadtführung erwartet wurden. Bei strahlendem Sonnenschein wurden uns viele schöne Gebäude im Jugendstil gezeigt und große Hotels, in denen bekannte Schauspieler, Politiker und andere Persönlichkeiten untergebracht waren. Auch unsere Kinder kamen voll auf ihre Kosten, dank der prachtvollen Luxus-Autos die vor dem größten Hotel in Karlsbad (Hotel Pupp) parkten. Bekannt ist der Ort für seine 12 Mineralquellen, die an den Trinkquellen in unterschiedlichen Temperaturen aus dem Boden sprudeln. Nach dieser beeindruckenden Stadtführung hatten wir noch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Einige HFF’ler ließen es sich nicht nehmen und kauften sich original „Schnabelbecher“, aus denen man das 30° - 72°C warme Wasser „schlürft“, dass für Allerlei gut sein soll.
Spät nachmittags machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, nicht ohne uns noch vorher die Skisprungschanze (Vogtland Arena) aus dem Bus heraus geschwind angeschaut zu haben. Eben an diesem Wochenende fand hier das Sommer Grandprix Skispringen statt. Einige russische Skispringer sollen sogar in unserem Hotel untergebracht worden sein. Ein eindeutiger Beweis hierfür waren ein Paar „sehr lange“ Skier.

Auch dieser Abend klang mit einem guten Abendessen und viel Musik und Spaß aus.

Nun brach schon der letzte Tag unseres 3-tägigen Ausfluges an. Dieser versprach wieder schön und sonnig zu werden. Nach dem Frühstück hieß es „Koffer packen“. Unser Ziel war an diesem Vormittag die „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“ der Harmona Akkordeon GmbH in Klingenthal. Dort konnten wir einen Blick hinter die Kulissen der Produktion werfen. Bei der Führung durch das Werk haben wir viel über den Bau des Akkordeons der Marke Weltmeister erfahren. Ausführlich wurden uns die einzelnen Schritte erklärt und gezeigt, wie viel Fein- und Handarbeit beim Bau eines Akkordeons dahinter steckt. Ein spannender und informativer Vormittag ging wie im Fluge vorbei. Zum Mittagessen kehrten wir in den Berggasthof “Heiter Blick“ in Markneukirchen ein.

Nach dem Essen hieß es von der schönen Gegend Abschied nehmen und wir machten uns auf die Heimfahrt. Bei der letzten Rast bedankte sich unser Vorstand Reiner Hofsäß im Namen aller Beteiligten bei unserem „Reiseleiter“ Marco Ruggeri, der diese Fahrt für uns geplant und organisiert hat. Er sorgte die ganzen Tage für einen reibungslosen Ablauf. Nochmals ein großes DANKE SCHÖN an ihn.

Um 20:30 Uhr waren wir dann wieder alle wohlbehalten am Sportpark Feuerbach angekommen.
                                                                                              
                                                                                               
p.s.